Da die Lernplattform nach "Kursen" und "Kursbereichen" organisiert ist, haben wir diese Terminologie für das Projekt übernommen. Ein Kurs umfasst in der Regel eine Unterrichtseinheit, die als sinnvoller Lernablauf in einem nach außen abgeschlossenen „virtuellen Lernraum“ auf der Lernplattform für eine bestimmte Klasse oder klassenübergreifende Gruppe angeboten wird.

Die meisten Kursangebote werden in der Schule als normaler Unterricht durchgeführt, die Lernplattform ist dabei ein Lernwerkzeug unter anderen.
Arbeitsorte sind PC-Räume und Notebook-Klassen, seit einiger Zeit auch eine multimediale Lernwerkstatt. An einigen Schulen teilen sich mehrere Klassen einen Notebook-Pool. Viele Kurse beziehen sich auf alltägliche Phänomene, die nicht mit dem Computer, sondern mit realen Instrumenten erkundet werden. Beobachtungen werden auf Zetteln dokumentiert oder mit Fotos festgehalten. Im Anschluss werden die Gedanken und Arbeitsergebnisse in den Kurs übertragen und stehen digital zur Verfügung. Viele Kinder und Jugendliche schätzen es, auch von zu Hause an den Kursaktivitäten arbeiten zu können.

Layout AngebotsmodelleWöchentlicher Kurs im PC-Raum

Wenn ein Kurs in wöchentlichem Abstand durchgeführt wird, weil Computer nur im PC-Raum zur Verfügung stehen, legen wir den Teams an den Schulen nahe, in Teilungsgruppen zu arbeiten und mindestens 90 Minuten pro Gruppe einzuplanen, um den organisatorischen Aufwand, der notwendigerweise entsteht, im Verhältnis zur eigentlichen Arbeit im Kurs gering zu halten. Diese Kurse dauern lange und integrieren deshalb Aspekte mehrere Fächer, sehr oft Sachunterricht, Deutsch und Mathematik. In der Sekundarstufe sind sie kürzer und eher fachbezogen, enthalten dafür aber viele Hausaufgaben. Die Arbeit im PC-Raum kann mit der Arbeit in der Klasse verbunden werden.

Layout AngebotsmodelleArbeit in der Notebook-Klasse (Grundstufe)

Jedem Kind steht in der Klasse ein Notebook zur Verfügung. In der Regel wird differenziert gleichzeitig an verschiedenen Aktivitäten und oft auch Themen gearbeitet. Während eine Gruppe vielleicht die Arbeit im Schulgarten protokolliert, schreiben einzelne Kinder an ihren eigenen Gedichten weiter und andere üben „ss und ß“ in einem Quiz.
Die Lernbegleitung durch schriftliches Feedback und dynamische Kursanpassung ist intensiv, der Grad der Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler hoch.
Sie arbeiten gern auch zu Hause in den Kursen. Im Unterricht nimmt die Arbeit mit Notebooks 30-50% der Unterrichtszeit ein.

Layout AngebotsmodelleArbeit mit dem Notebook-Pool (Sekundarstufe)

Für eine Jahrgangsstufe bzw. eine andere Organisationseinheit steht ein beweglicher Notebook-Pool zur Verfügung, der durch die verschiedenen Klassen genutzt wird und sie damit zu temporären PC-Räumen macht.
Der Einsatz ist auf einzelne Fächer mit ihrem in der Regel geringen Stundenumfang bezogen. Die Nutzung der Notebooks ist flexibler als der Besuch des PC-Raums und kann gut mit anderen Aktivitäten im Unterricht verbunden werden. Viele Lehrkräfte schätzen inzwischen die Möglichkeit, Lernprozesse auf diese Weise detailliert wahrzunehmen und den Schüler(inne)n individuelles Feedback geben zu können.

Layout AngebotsmodelleeLearning in der Lernwerkstatt

In der eXplorarium-Lernwerkstatt steht das Entdeckende Lernen im Mittelpunkt. Die Schüler/-innen finden Alltagsmaterial, Untersuchungsinstrumente, Sachbücher und Lernanregungen, um die Welt zu erkunden. Notebooks und die Lernplattform Moodle sind selbstverständliche Lernwerkzeuge, die flexibel genutzt werden für Recherche, Dokumentation und Präsentation. Für die Lehrkräfte sind die dokumentierten Überlegungen, Fragen und Ergebnisse die Basis für unterstützendes Feedback, das außerhalb des Unterrichts gegeben werden kann. In der Lernwerkstatt wird derzeit in Projektwochen oder in wöchentlich stattfindenden mehrstündigen Kursblöcken gearbeitet.