Viel Arbeit wurde bisher im Projekt in die Content-Entwicklung gesteckt. Vom Beginn des Projekts an ging es nicht nur darum, den Unterricht allgemein durch die Nutzung des Computers zu bereichern, sondern zu erproben, wie eLearning zum Teil des Schulalltags werden kann. Dazu mussten Unterrichtseinheiten entwickelt werden, die sich mit Computer und Lernplattform besser und sinnvoller durchführen lassen als ohne.

Was fanden wir in den Schulen 2005 vor? Zum Beispiel dieses:

  • Texte, die die Kinder in der Computerecke der Klasse zu einem Projekt schrieben und die von Lehrerin oder Lehrer auf die Website der Schule gestellt wurden,
  • Übungsprogramme, die im Computerraum genutzt wurden,
  • Aufgabenstellungen, für die die Kinder oder Jugendlichen die Geräte im Computerraum zum freien Recherchieren im Internet nutzten,
  • Computer-AGs, in denen die Grundlagen des Programmierens o.ä. erarbeitet wurden,
  • Websites mit Informationen für Kinder
  • Lernspiele, bei denen meist übliche Aufgaben in ein buntes Drumherum (Unterwasserwelt, Weltall, Raketen,...) verpackt wurden, das animierend wirken sollte,
  • für höhere Klassen viele Simulationen physikalischer Phänomene.

Bei fast allen dieser Angebote ist der Inhalt eine fixe Größe. Er wird bunter, animierender, interaktiver präsentiert als in einem Schulbuch, aber er kann höchstens durch Weglassen von Teilen an die Bedürfnisse des aktuellen Unterrichts angepasst werden, veränderbar ist er nicht.

Insofern können die Lernenden auch nicht zum Content beitragen, also beispielsweise Erkenntnisse auf ihre reale Situation beziehen und ihnen damit persönliche Bedeutung geben oder neue Erkenntnisse produzieren, mögen diese auch nicht weltbewegend sein.

In eXplorarium-Kursen ist das anders.
Die Lernplattform Moodle ermöglicht es, nicht nur den Unterrichtsinhalt von Auswahl und sprachlicher Präsentation her auf die konkrete Klasse zu beziehen, sondern auch die Auseinandersetzung der Lernenden mit diesen Inhalten zum Teil des Unterrichts zu machen und auf der Lernplattform für alle abzubilden. Vermutungen werden dokumentiert und diskutiert, der Weg hin zu sinnvollen Lernergebnissen mit allen möglichen Umwegen kann nachvollzogen werden. Und nicht nur das - die Arbeit bleibt erhalten, man kann später wieder daran anknüpfen oder sich daran erfreuen, was man inzwischen alle besser kann.

Von solchen Kursen wurde im eXplorarium im Laufe der Jahre sehr viele entwickelt. Manche waren so beispielgebend, das sie für die Weitergabe von Klasse zu Klasse aufbereitet wurden, sie wurden zu Modellkursen. Dafür war der Qualitätsausschuss des Projekts tätig der als Grundlage für die Weitergabe Qualitätskriterien erarbeitete. Im Laufe der Jahre entwickelten sich die Kurse immer weiter, immer wieder wurden Anpassungen an die Bedürfnisse der aktuellen Klasse gemacht.  Derzeit (2017) sind wir dabei erste Modellkurse der show Plattform ein weiteres Mal von Grund auf zu überarbeiten um sie nach und nach als OER (Open Educational Recources) zu veröffentlichen.